Guten Tag zusammen,
habe ein Anliegen bezüglich einer Kaltvorspannung im Rohr2.
Wie ist diese genau im Rohr2 zu definieren ?
Laut Norm darf die Vorspannung nur zu 60% begünstigend in die Stutzenlasten gehen, für die Spannungen darf
diese wiederrum nicht betrachtet werden ?
Oder gilt dies nur für den Range ?
Wenn die Leitung sich im Zeitstandsbereich befindet ist da eine Kaltvorspannung zulässig in der Norm ist nichts direkt zu finden ?
Grüße
toosh
Kaltvorspannung im Zeitstandsbereich
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toosh
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Re: Kaltvorspannung im Zeitstandsbereich
Hallo
Im ROHR2 kann man ja Vorspannungslasten eingeben und in jedem Lastfall einen Faktor, wie stark die Vorspannung berücksichtigt werden soll.
In der EN13480-3 steht, dass man Vorspannungen bei der Spannungsanalyse nicht berücksichtigen darf (weil man mit der Vorspannung ja die Spannungsschwingbreite verfälscht). Wenn man aber den vorgespannten kalten Zustand ebenfalls in der Spannungsanalyse berücksichtigt, dann ist die berechnete Spannungsschwingbreite wieder korrekt. Dafür macht ROHR2 standardmäßig einen Lastfall "Abfahren".
Daher kann man sich erlauben, die Vorspannung trotzdem in der Spannungsanalyse zu berücksichtigen, denn sie hat keine falsche Reduzierung der Spannungsschwingbreite zur Folge. Für die Stutzenbelastungen ist das noch mal etwas anderes, da hier ja davon ausgegangen wird, dass die Lasten aus der Rohrleitung erst mal wie Primärlasten zu betrachten sind. Daher schlägt die Norm vor nur 60% der Vorspannung anzusetzen, da das mit der Vorspannung in der Praxis ja doch ziemlich schwierig (und häufig ungenau) ist.
Im Zeitstandsbereich muss man davon ausgehen, dass über die Zeit die sekundären Spannungen (aus eingespannter Wärmedehnung) komplett relaxieren. Wenn man das System nach langen Betriebszeiten bei hohen Temperaturen wieder abschaltet, hat man so etwas wie ein zu 100% vorgespanntes System im kalten Zustand. Für die Spannungsschwingbreite ist das nicht relevant, denn die ändert sich dabei nicht. Für die Stutzenbelastungen ist das aber sehr wohl wichtig. Dafür macht man in diesen Fällen häufig eine Relaxationsbetrachtung für die Stutzenlasten nach dem Abfahren.
Dazu gibt es einen älteren Post hier im Forum : Relaxation.
MfG
ROHR2 Support
Im ROHR2 kann man ja Vorspannungslasten eingeben und in jedem Lastfall einen Faktor, wie stark die Vorspannung berücksichtigt werden soll.
In der EN13480-3 steht, dass man Vorspannungen bei der Spannungsanalyse nicht berücksichtigen darf (weil man mit der Vorspannung ja die Spannungsschwingbreite verfälscht). Wenn man aber den vorgespannten kalten Zustand ebenfalls in der Spannungsanalyse berücksichtigt, dann ist die berechnete Spannungsschwingbreite wieder korrekt. Dafür macht ROHR2 standardmäßig einen Lastfall "Abfahren".
Daher kann man sich erlauben, die Vorspannung trotzdem in der Spannungsanalyse zu berücksichtigen, denn sie hat keine falsche Reduzierung der Spannungsschwingbreite zur Folge. Für die Stutzenbelastungen ist das noch mal etwas anderes, da hier ja davon ausgegangen wird, dass die Lasten aus der Rohrleitung erst mal wie Primärlasten zu betrachten sind. Daher schlägt die Norm vor nur 60% der Vorspannung anzusetzen, da das mit der Vorspannung in der Praxis ja doch ziemlich schwierig (und häufig ungenau) ist.
Im Zeitstandsbereich muss man davon ausgehen, dass über die Zeit die sekundären Spannungen (aus eingespannter Wärmedehnung) komplett relaxieren. Wenn man das System nach langen Betriebszeiten bei hohen Temperaturen wieder abschaltet, hat man so etwas wie ein zu 100% vorgespanntes System im kalten Zustand. Für die Spannungsschwingbreite ist das nicht relevant, denn die ändert sich dabei nicht. Für die Stutzenbelastungen ist das aber sehr wohl wichtig. Dafür macht man in diesen Fällen häufig eine Relaxationsbetrachtung für die Stutzenlasten nach dem Abfahren.
Dazu gibt es einen älteren Post hier im Forum : Relaxation.
MfG
ROHR2 Support