Spannungserhöhungsfaktor

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woodles09
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Spannungserhöhungsfaktor

Beitrag von woodles09 » Mi 2. Mai 2018, 14:36

Hallo, ich würde gerne diese Berechnung nachvollziehen:

Bild

Löse ich die Gleichung S1 nach den Innendurchmesser des Rohres so komme ich auf eine Wandstärke von 1,85mm.
Die rechnerische Wandstärke ist oben jedoch mit 2,2mm angegeben. Ich würde gern wissen, woher dieser Wert stammt.
Bild
http://www.wolframalpha.com/input/?i=(0 ... olve+for+d

Vielen Dank!

woodles09
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Re: Spannungserhöhungsfaktor

Beitrag von woodles09 » Mi 2. Mai 2018, 14:49

Edit:
Nach Abzug der 10% Toleranz komme ich auf eine Wandstärke von 1.88 was zu einer Spannung von 250 N/mm² führt. Also immer noch 4N/mm² Abweichung.

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rohr2support
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Re: Spannungserhöhungsfaktor

Beitrag von rohr2support » Mo 7. Mai 2018, 12:57

Hallo

Hier liegt wohl ein Missverständnis vor was die zu berechnende Größe ist:
Bei der Innendruckauslegung (z.B. bei Berechnung der Rohrklasse) wird eine Rohrwanddicke bestimmt, die den Innendruck stand hält.
Mit dieser vorgegebenen Wanddicke wird dann der Längsspannungsnachweis nach Kapitel 12 gemacht.

Die 2.2mm Wanddicke sind also für die Längsspannungsanalyse eine EINGABE und die Spannung bzw. Spannungsausnutzung ist die AUSGABE.

Sie müssen also mit der vorgegeben Wanddicke losrechnen und die Spannung bzw die Spannungsausnutzung bestimmen.
Dabei sollten Sie besonders beim T-Stück beachten, dass dort je nach Regelwerk auch noch unterschiedlichen Formeln für das Widerstandsmoment verwendet werden.

MfG

ROHR2 Support

woodles09
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Re: Spannungserhöhungsfaktor

Beitrag von woodles09 » Mi 9. Mai 2018, 08:48

Danke für die Antwort. Ich habe nun alles an einem einfachen Beispiel nachvollziehen können. Eine Frage habe ich noch: Ich habe einen frei hängendes Rohr an einem T-Stück mit einer Länge von 9,9m und komme auf ein rechnerisches Moment am T-Stück von 3255 Nm. Dieses Moment wird mir in der Spannungsanalyse am Konten der Anbindung des Rohres an das T-Stück angezeigt. Im Mittelpunkt des T-Stückes beträgt das Moment 3306 Nm. Dies entspricht dem Moment des Rohres von 9,9m sowie der halben Länge des Abzweigrohres (0,152m) des T-Stückes. Die Länge des Rohres von 9,9m geht jedoch bis zum Knotenpunkt des T-Stückes. Es wird also mit der gesamten Kragarmlänge und zusätzlich mit der halben Länge des T-Stücks gerechnet obwohl die Kragarmlänge schon das T-Stück beinhaltet. Gibt's hierfür ein Hinweis in der Norm?

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rohr2support
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Re: Spannungserhöhungsfaktor

Beitrag von rohr2support » Di 15. Mai 2018, 08:43

Ja, das steht in der Fussnote der Tabelle H1 der EN13480-3:
b) The factors kB and i apply over the whole effective length of the elbows and bends and at the intersection of the axes in case of tees and nozzles.
MfG

ROHR2 Support

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