Hallo zusammen!
Ich bin neu im Forum und habe direkt mal eine Frage zur o.g. Thematik. In meinem aktuellen Projekt sind im System vier Kreiselpumpen verbaut. Ich möchte das System zusätzlich auf eingebrachte Erregerfrequenzen durch die Pumpen überprüfen. Dies ist noch nicht vom Kunden gefordert, möchte das aber gerne vorab checken.
Zu den Pumpen: Diese haben eine Drehzahl von 2900 1/min. Das Schaufelrad besteht aus 6 Schaufeln. Somit ergibt sich eine Druckpulsation von 2900*6/60s = 290 Hz.
Diese habe ich im Lastfall harmonische Erregung als Erregerfrequenz eingetragen. Aktuell habe ich an den Festpunkten der Pumpen (siehe Anhang, eine der vier Pumpen) eine Randpunktverformung von Wz = 0.01 mm und Wx = 0.01 mm (globales KS) angenommen und habe damit die Berechnung durchgeführt. Nun meine Frage. Ist dieses Vorgehen korrekt oder ist eine andere Lastangabe als die Randpunktverformung zu treffen um die Druckpulsation zu berücksichtigen?
Vielen Dank vorab!
Beste Grüße Stefan
Druckpulsation von Kreiselpumpen
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stefan3000
- Beiträge: 8
- Registriert: Di 12. Apr 2022, 12:12
Druckpulsation von Kreiselpumpen
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- rohr2support
- Beiträge: 465
- Registriert: Mi 14. Sep 2011, 08:23
Re: Druckpulsation von Kreiselpumpen
Hallo Stefan
Grundsätzlich könnte man das so machen, wie Sie das beschrieben haben. Ich würde allerdings nicht versuchen, mit dem Stabwerksmodell im Rohr2, ohne genauere Kenntniss der Lagersteifigkeiten, Schwingungen in diesem Frequenzbereich zu untersuchen. Bei 290 Hz hat man üblicherweise kein Problem mehr mit Rohrleitungsspannungen, eher mit Lärm. Wenn man bei 290 Hz so viel Energie ins das Rohrleitungssystem pumpt, dass eine ermüdungsrelevante Spannung entsteht, dann muss man wahrscheinlich mit Gehörschutz in die Halle gehen.
Diese Tips basieren auf meinen Erfahrungen und ich kann natürlich nicht ausschließen, dass in Ihrem besonderen Fall bei 290Hz noch relevante Schwingungen angeregt werden.
Ich vermute dass das Risiko für Schwingungsübertragungen von der Motordrehzahl direkt (also bei 50Hz) viel größer ist als bei der Schaufelfrequenz.
Das könnte ja z.B. passieren, wenn eine Schaufel beschädigt oder verschmutzt ist.
Ich würde solche Fälle eher mit eine Modalanalyse untersuchen. Dort kann man gleich ein ganzes Spektrum aufbringen und kann mehrere Eigenformen gleichzeitig untersuchen.
Sie könnten z.B. eine Antwortspekturm definieren, dass die möglichen Anregungsfrequenzen und Amplituden enthält, und dies am Pumpenstutzen aufbringen.
MfG
ROHR2 Support
Grundsätzlich könnte man das so machen, wie Sie das beschrieben haben. Ich würde allerdings nicht versuchen, mit dem Stabwerksmodell im Rohr2, ohne genauere Kenntniss der Lagersteifigkeiten, Schwingungen in diesem Frequenzbereich zu untersuchen. Bei 290 Hz hat man üblicherweise kein Problem mehr mit Rohrleitungsspannungen, eher mit Lärm. Wenn man bei 290 Hz so viel Energie ins das Rohrleitungssystem pumpt, dass eine ermüdungsrelevante Spannung entsteht, dann muss man wahrscheinlich mit Gehörschutz in die Halle gehen.
Diese Tips basieren auf meinen Erfahrungen und ich kann natürlich nicht ausschließen, dass in Ihrem besonderen Fall bei 290Hz noch relevante Schwingungen angeregt werden.
Ich vermute dass das Risiko für Schwingungsübertragungen von der Motordrehzahl direkt (also bei 50Hz) viel größer ist als bei der Schaufelfrequenz.
Das könnte ja z.B. passieren, wenn eine Schaufel beschädigt oder verschmutzt ist.
Ich würde solche Fälle eher mit eine Modalanalyse untersuchen. Dort kann man gleich ein ganzes Spektrum aufbringen und kann mehrere Eigenformen gleichzeitig untersuchen.
Sie könnten z.B. eine Antwortspekturm definieren, dass die möglichen Anregungsfrequenzen und Amplituden enthält, und dies am Pumpenstutzen aufbringen.
MfG
ROHR2 Support
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stefan3000
- Beiträge: 8
- Registriert: Di 12. Apr 2022, 12:12
Re: Druckpulsation von Kreiselpumpen
Guten Morgen Rohr2-Team,
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!
Gruß
Stefan
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!
Gruß
Stefan