Lagerverschiebung

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scheven
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Lagerverschiebung

Beitrag von scheven » Mo 20. Apr 2015, 08:41

Eine Leitung ca. 100m zwischen den Festpunkten wird kurz außer Betrieb genommen und wird dann an verschiedenen Lagerstellen um bis zu 200 mm angehoben und soll dann wieder in Betrieb gehen. Eingabe der Anhebung erfolgte wie angeraten über Randpunktverformung.
Als neuen Lastfall habe ich einmalige Sekundärlast erzeugt und zugehöriger Referenzfall Betrieb ausgewählt. Die Ergebnisse Spannungsausnutzung (EN13480) sind deutlich geringer als im normalen Betriebslastfall. Ich hätte höhere Werte erwartet.

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rohr2support
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Re: Lagerverschiebung

Beitrag von rohr2support » Mo 20. Apr 2015, 08:58

Hallo

Die Spannungen hängen natürlich von der Flexibiltät der Leitung ab.
Ich kenne Ihr System zwar nicht, aber bei einer langen Leitung sind die axialen Temperaturdehungen häufig groß
und müssen von Leitungsabschnitten "quer zur Dehnung" aufgenommen werden.
Bei vertikalen Verschiebungen von Halterungen steht bei im wesentlichen horizontal verlaufenden Leitungen
fast die ganze Leitung zum Dehnungsausgleich zur Verfügung. Die Leitung ist in dieser Richtung also eher flexibel.
Es sollte aber ein Augenmerk auf eventuell abhebende Lager gerichtet werden.

Bei der Bewertung als "einmalige Sekundärlast", die im wesentlichen für Setzung vorgesehen ist,
ist die zulässige Spannung relativ groß : 2*Rp02:
S6.JPG
Dies ist so zu verstehen, dass hier nur ein Versagen auf Grund von Wechselbeanspruchung betrachtet wird
und dies für einen Lastfall mit genau einem Lastwechsel: Setzung.
Dies ist auch der Grund warum dieser Lastzyklus nicht in die normale Spannungsschwingbreite der Betriebszustände
hineingerechnet wird. Frei nach dem Motto: "Einmal ist Keinmal".
Diese Bewertungs sollte also nur verwendet werden, wenn der Zustand wirklich nur einmal auftritt.

MfG

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scheven
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Re: Lagerverschiebung

Beitrag von scheven » Mo 20. Apr 2015, 09:14

Die Leitung ist ohne Anhebung spannungs mässig im bei 58% max und im lastfall einm.Sek. (passiert ja nur einmal und bleibt dann so) bei max 18% Ausnutzung das hatte mich etwas iritiert.
Die anfänglich auftretenden abhebenden Lasten wurden durch iteratives anpassen der Lager beim Anheben ausgeglichen (in der mitte wird 200mm dann am nächsten Lagerprunkt 190 usw, bis runter auf 50 mm)

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rohr2support
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Re: Lagerverschiebung

Beitrag von rohr2support » Di 21. Apr 2015, 08:15

Hallo

Wenn Sie das Abheben der Lager verhindern in dem Sie die Leitung gleichmäßig, z.B. wie die natürliche Biegeline
anheben, dann sollten 200mm Anheben bei 100m Leitung kein Problem sein, es sei denn es ist ein riesiger Durchmesser.

MfG

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